Wie stricke ich ein Dreiecktuch?

Veröffentlicht auf 25. Mai 2013

Diese Frage wurde mir schon desöfteren gestellt, vor allem natürlich wenn ich eines meiner Tücher trug. Dabei fragten mich nicht nur Strickanfängerinnen, sondern auch einige ältere Damen, die durchaus schon viele Pullover oder Socken gestrickt hatten.

 

Was benötige ich?

 

Für die hier vorgeschlagenen Tücher 100 bis 150 g Wolle in Sockenwollstärke und Stricknadeln Nr. 4,5  (ich benutze grundsätzlich eine Rundstricknadel).

 

Was muss ich können?

 

Maschen anschlagen (egal auf welche Art),

Maschen zu- und abnehmen (auch hier egal wie),

rechte Maschen stricken (kraus rechts ist ideal für diese Tücher, da es sich nicht zusammenrollt)

 

 

Es gibt verschiedene Methoden, ein Dreiecktuch zu stricken - hier einige Beispiele:

 

1. Das längliche Schaltuch, von der Seite gestrickt (Baktus)

 

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4 Maschen anschlagen

kraus rechts stricken

jede 6. Reihe an einer Seite 1 Masche zunehmen

ab der Hälfte (bei etwa 70 cm) jede 6. Reihe an der gleichen Seite 1 Masche abnehmen

Die letzten 4 Maschen abketten

 

Hier kann man auch diverse Muster einstricken, auf dem Foto alle 6 Reihen 1 Lochmusterreihe (1 Umschlag, 2 Maschen zusammenstricken).

 

Nach Belieben evtl. Fransen anknüpfen oder Pompons an die Enden.

 

Ein Beispiel für einen Baktus mit Randbordüre ist die Pimpelliese.

 

 

 

2. Dreiecktuch mit Zunahme an den Rändern

 

Hier beginnt man mit einer Masche, in die man in der Folgereihe 3 Maschen hineinstrickt. Danach strickt man jeweils die erste Masche, nimmt eine Masche zu und strickt bis zur vorletzten Masche, dann nimmt man wieder eine Masche zu und strickt die letzte Masche.

Dieses Tuch muss relativ groß gestrickt werden, da es mindestens soviel in die Höhe geht als in die Breite.

 

Hier habe ich nur ein Beispiel mit Muster:

 

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3. Das Dreiecktuch mit Zunahmen in der Mitte

 

Hier liegt der Beginn des Tuches in der Mitte der langen Reihe. Das klingt zwar etwas kompliziert, erklärt sich aber während des Strickens von selbst.

 

Man schlägt 5 Maschen an und nimmt vor und hinter der mittleren Masche jeweils eine Masche zu (dazu setzt man am besten Maschenmarkierer). Wenn das Tuch etwas breiter werden soll, nimmt man alle 4 bis 6 Reihen ebenfalls noch eine Masche am Rand zu.

 

Auf diesem Bild sieht man die Konstruktion, wie das Gestrickte von der Mitte weg in die Form dreht:

 

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Ideale Anleitung hierfür ist das Heidetuch.

 

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Diese Strickweise eignet sich für Tücher mit Bordüren als Abschluss, da man die Maschen rundum ja sowieso auf der Nadel hat.

 

 

Solltet Ihr noch Fragen zu den Tüchern haben, könnt ihr Euch gerne an mich wenden. Und traut Euch an ein Tuch, ich habe es auch gelernt.

Geschrieben von Ingrid49

Veröffentlicht in #Kreativ, #Stricken, #Stricktechniken

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